Alarm für die GWG-Gruppe - Schwerer Verkehrsunfall in Schwagstorf
Donnerstag, 15. Mai 2008 um 15:17 Uhr
2008_vuvenneAm Nachmittag wurde um 14.45 Uhr Alarm ausgelöst: "Schwerer Verkehrsunfall, B218 zwischen Schwagstorf und Venne - eingeklemmte Person".

Den anrückenden Einsatzkräften bot sich ein verheerendes Bild: ein LKW war die Böschung herab gerutscht, ein PKW lag mitten auf der Fahrbahn auf dem Dach, ein zweiter stand daneben. Die Straße war übersät mit Trümmern, sogar Motor- und Getriebeteile des auf dem Dach liegenden Wagens waren mehrere Meter verstreut.
Während die Fahrzeugführer des anderen Autos und des Lastwagens schwer verletzt mit dem Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht werden konnten, kam für die 65-jährige Fahrerin aus Bad Essen, die sich allein im zertrümmerten PKW befand, jede Hilfe zu spät. Notärzte konnten nur noch den Tod feststellen. Zur Bergung des Leichnams mussten die Feuerwehrkräfte hydraulisches Gerät anwenden.

 


2008_vuvenne2Die Bad Essenerin war auf der B218 von Schwagstorf in Richtung Venne gefahren. Etwa in Höhe der Wahlburgstraße soll sie nach Angaben der Polizei plötzlich nach links ausgeschert sein und war dann mit einem entgegenkommenden LKW frontal zusammengestoßen. Der PKW schleuderte dann gegen einen zweiten Wagen und blieb auf dem Dach liegen.
Die Zugmaschine war infolge des Zusammenstoßes nach rechts die etwa 3 m tiefer gelegene Böschung heruntergerutscht. Der mit 900 Litern gefüllte Tank wurde dabei aufgerissen. Deshalb wurde die Umweltgruppe der Feuerwehr Belm angefordert und der Gefahrgutanhänger aus Venne geholt.
Gemeinsam gelang des den Feuerwehrkräften, ca. 400 Liter Diesel aufzufangen und in auf der Straße aufgestellte Behälter zu pumpen. Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Osnabrück traf vor Ort ein. Die Auskofferung des Erdreichs, in die ca. 500 Liter Diesel eingedrungen waren, wurde veranlasst.
Zuvor musste allerdings der LKW geborgen werden. Mit einem Bagger wurde ein großer Teil der Ladung, die aus Hühnertrockenkot bestand, in ein Muldenfahrzeug umgeladen. Mit einem schweren Autokran wurde der vordere Teil des Fahrzeugs angehoben, während mit der Winde eines Bergeschleppers der Lastzug rückwärts wieder auf die Straße gezogen wurde.

Inzwischen war es dunkel geworden. Die Feuerwehrkräfte leuchteten die Unfallstelle aus. Treibstoff, der sich in Bodenvertiefungen gesammelt hatte, wurde abgeschöpft. Nun konnte die Auskofferung des Erdreichs beginnen. Danach säuberten die Feuerwehrkräfte noch die Straße von dem groben Schmutz.

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Text: Kreifeuerwehr Osnabrück

 

 

 

 
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