Gefahrgutunfall in Rabber (Bad Essen): LKW verlor 25 Liter ätzende Flüssigkeit
Montag, 30. Juni 2008 um 18:15 Uhr
2008_gwgrabber2 Am Montagabend wurde um 17.18 Uhr für die Ortsfeuerwehren Rabber und Brockkausen Sirenenalarm ausgelöst. Einsatzort war das Gewerbegebiet am Bahnhof in Rabber. Aus einem LKW lief ätzende Flüssigkeit aus.

Der LKW-Fahrer wollte in Rabber das Fahrzeug beladen. Beim Öffnen der Ladebordwand bemerkte er, dass sich Flüssigkeit auf der Ladefläche ergossen hatte und nun aus dem Fahrzeug floss. Ein mitgeführter 25-Liter-Kunststoffkanister war leckgeschlagen.

Geringe Mengen der Flüssigkeit tropften aus dem Laderaum und waren in den Gulli gelaufen. Der Fahrer gab an, dass es höchstwahrscheinlich in Preußisch Oldendorf bei einer Notbremsung durch Verrutschen der Ladung zu einem Leck in dem Behälter gekommen war.

Nach Sichtung der Ladepapiere stellte Einsatzleiter Gerhard Jösting fest, dass die Flüssigkeit mit der Bezeichnung "Vanquish 100" ätzend, giftig und wassergefährdend ist und sich Einsatzkräfte nur mit entsprechender Schutzausrüstung nähern dürfen.

Über die Einsatz-Leitstelle wurde deshalb die Untere Wasserbehörde des Landkreises und die Umweltgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Belm angefordert. Die Feuerwehr Brockhausen konnte inzwischen wieder einrücken, da erst genaue Informationen über den Umgang mit dem Stoff beschafft werden mussten.

Die Einsatzstelle wurde abgesperrt und vorsorglich ein Löschangriff mit Wasser, Schaum und Pulver vorbereitet. Um 18:45 Uhr traf die Umweltgruppe der Feuerwehr Belm an der Einsatzstelle. Gemeinsam mit dem Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde wurden die Abwasserschächte kontrolliert.

Als sich eine dunkle Wolke über der Einsatzstelle zeigte, wurden vorsorglich in den Ablaufschächten Kanaldichtkissen eingesetzt, um eindringendes, kontaminiertes Wasser abzusperren. Die benetzten Stellen auf der Hoffläche wurden mit Ölbindemittel abgestreut.

Nachdem das weitere Vorgehen mit den inzwischen an der Einsatzstelle eingetroffenen Polizeibeamten der Technischen Einheit Umwelt und der Ermittlungsgruppe Umwelt abgestimmt war, wurde gegen 22.00 Uhr damit begonnen, die Ladefläche abzustreuen und die Flüssigkeit zu binden.

Dazu legten die Feuerwehrkräfte aus Belm besondere Schutzanzüge an. Unter Atemschutz wurde das ausgestreute Bindemittel zusammengekehrt, in Behälter abgefüllt und der leckgeschlagenen Kanister geborgen.

Da lange Zeit Unklarheit darüber bestand, wie mit dem Stoff umzugehen sei, wurde die höchste Gefährdungsstufe angenommen. Gegen Mitternacht war der Einsatz beendet. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit Gefahr.

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Quelle: www.kreisfeuerwehr-osnabrueck.de
Text und Fotos: Hubert Dutschek

 

 

 

 

 

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