Unterstützung beim Großbrand in Dissen (Fachzug 2 der FB-Umweltschutz)
Donnerstag, 19. November 2009 um 19:47 Uhr

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Eine meterhohe Flammenwand, eine riesige Qualmwolke und immer wieder Explosionen: Ein Großbrand in einer Dissener Reifenfirma hielt am Donnerstagabend die Feuerwehren aus dem Osnabrücker Land in Atem. Um 19.47 Uhr hatte die Rettungsleitstelle zunächst Alarm für die Feuerwehr Dissen ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen bereits zwei Hallen im Vollbrand, das Feuer drohte auf weitere Produktions- und Nebengebäude überzugreifen.

Während die Feuerwehr Dissen sofort eine Riegelstellung zum Schutz dieser bedrohten Gebäude aufgebaut hat, wurden die Feuerwehren Bad Rothenfelde und Hilter a.T.W. zur Unterstützung nachalarmiert. Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war von Anfang an der Schutz eines Chemikalien- und Öllagers. Im Vollbrand stand eine Hallenfläche von ca. 2500 qm. Zwischenzeitlich wurden weitere umliegende Feuerwehren aus dem Landkreis Osnabrück, Einheiten der Berufsfeuerwehr Osnabrück und auch aus dem benachbarten Versmold zur Unterstützung nachalarmiert. Die Schnelleinsatzgruppen 7 und 11 des Kreisverbandes DRK Osnabrück-Land sorgten für die Betreuung der Einsatzkräfte.


Der Fachzug Messen und Spüren der Kreisfeuerwehr Osnabrück hat in den angrenzenden Gemeinden und an der Einsatzstelle Schadstoffmessungen durchgeführt. Zeitweise wurden kurzfriistig erhöhte Konzentrationen von Brandgasen festgestellt. Eine Bevölkerungswarnung wurde über Radio veranlasst. Die Messungen werden kontinuierlich weitergeführt.


Durch das gegebene Brandpotential wurden die Feuerwehren zu einem massiven Einsatz von Wasser und Schaum, der Errichtung eines Pendelverkehrs zur Unterstützung der Wasserförderung sowie den Einsatz von Baggern im Bereich der betroffenen Hallen gezwungen. Durch diese gezielten Maßnahmen gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Die aufwändigen Nachlöscharbeiten werden sich noch bis in den Freitag Nachmittag erstrecken.

Im Einsatz waren rund 330 Einsatzkräfte mit 65 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und des Landkreises Osnabrück. In den Nachtstunden wurden die Einsatzkräfte durch frische Kräfte ausgetauscht. Der Fachzug 2 der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz unterstützte ab 1:00 Uhr bei den Nachlöscharbeiten. Zwischenzeitlich werden zwei große Bagger eingesetzt, die die Trümmer der Hallen auseinander ziehen, um das Brandgut mit Wasser und Schaum besser ablöschen zu können. Die Feuerwehr Dissen übernimmt seit 6:00 Uhr heute morgen wieder die Nachlöscharbeiten.


Mit Geruchsbelästigungen durch Brandrauch ist auch weiterhin in der Stadt Dissen a.T.W. und der Gemeinde Hilter a.T.W. während des Vormittags zu rechnen. Eine entsprechende Warnmeldung ist der Polizei mitgeteilt worden, damit diese regelmäßig im Rundfunk ausgestrahlt wird. Die Rechenbergstraße bleibt bis auf weiteres voll gesperrt, mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Eine Umleitung ist durch die Straßenmeisterei eingerichtet.

Text: Kreisfeuerwehr Osnabrück

Fotos: www.nord-west-media.de

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