Jahresübung, Kellerbrand - Belm, Marktring
Donnerstag, 12. Januar 2017 um 17:50 Uhr

Kellerbrand auf einer BaustelleAlarmübung der Feuerwehr Belm auf einer Baustelle
Vier Personen nach Kellerbrand gerettet

Am Donnerstagabend führte die Feuerwehr Belm eine Alarmübung durch. Es wurde angenommen, dass es auf der großen Baustelle direkt neben dem Rathaus zu einem Kellerbrand gekommen war. Aus dem Neubau im erweiterten Rohbauzustand sollten insgesamt vier Personen gerettet werden.

Um 17.47 Uhr alarmierte die Regionalleitstelle Osnabrück die Feuerwehr Belm mit dem Stichwort „Feuer - Gebäude - Marktring 11“. Nach wenigen Minuten erreichte das erste Fahrzeug die Einsatzstelle. Dichter Rauch, erzeugt von mehreren Nebelmaschinen und künstlicher Feuerschein waren an einer
Gebäudeseite sichtbar. Es deutete alles auf einen Kellerbrand hin. Der Hinweisgeber gab an, dass sich mindestens zwei Personen noch im Gebäude befinden würden. Routinemäßig rüsteten sich Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten aus. Eine Wasserversorgung wurde aufgebaut. Für das weitere
Vorgehen bei der Brandbekämpfung und Menschenrettung gab es allerdings keine Routine. Zunächst musste ein Zugang zum Gebäude, das von Bauzäunen umgeben war, gefunden werden. Schließlich konnten die Atemschutzgeräteträger durch einen Nebeneingang in den Keller vordringen.

Gleichzeitig rief eine Person, die hoch oben auf einem Gerüst stand, laut um Hilfe. Sofort ließ Einsatzleiter Dirk Freye die Drehleiter in Stellung bringen. Außerdem wurden zwei Feuerwehrkräfte über die Leitern des Gerüstsystems zur Rettung der Person vorgeschickt. Offenbar stand der Mann auf dem Gerüst unter Schock. Trotz ruhigen Zurendens lief der er immer wieder auf den Gerüstbohlen hin und her. Beim Hinterhereilen entdeckten die Feuerwehrkräfte eine weitere Person, die allerdings stark verletzt und nicht
gehfähig war. Die Drehleiter musste umgefahren und an der anderen Gebäudeseite in Stellung gebracht werden. Am Korb der Drehleiter wurde eine Vorrichtung angebracht, auf der der Patient mit eine Trage gelagert werden konnte. Die Drehleiter wurde ausgefahren. Damit allerdings der Korb nah genug an das
Gerüst herankommen konnte, musste eine Gerüststange entfernt werden. Mit vereinten Kräften hievten mehrere Feuerwehrmänner den Verletzten samt Trage auf den Korb der Drehleiter. So konnte diese Person gerettet werden. Auch der auf den Gerüstbohlen umherlaufende Mann beruhigte sich und ließ sich nach unten begleiten.

Das Vordringen in den Keller gestaltete sich schwierig. Durch den Qualm bestand fast keine Sicht. Überall standen Schubkarren, Kübel und Steine im Weg. Es gab etliche Stolperkanten - alles baustellentypische Gegebenheiten. Zudem gliederte sich der Keller in viele einzelne Räume. Schließlich gelang es, den angenommenen Brand zu bekämpfen und die Verletzten in Bergetüchern nach draußen in Sicherheit zu bringen. Beim Heraustragen auf der schmalen Kellertreppe war großes Geschick und vorsichtiges Handeln erforderlich, um zusätzliche Verletzungen zu vermeiden.

Nach rund einer Stunde, in der fast alle der dreißig beteiligten
Feuerwehrkräfte ins Schwitzen kamen, waren die Übungsziele erreicht. Gemeindebrandmeister Lars von Doom hatte die Übung beobachtet. „Wir konnten bei dieser anspruchsvollen Übung enorm viel Praxiserfahrung sammeln und dazulernen. Unser Dank gilt der Firma P+S aus Bohmte, die es uns ermöglichte, in dieser schwierigen und realen Umgebung zu üben“, so das Fazit des
Gemeindebrandmeisters.

Text & Fotos: Hubert Dutschek

Personensuche im KellerPerson im ObergeschossRettung per DrehleiterRettung per Drehleiter 2Sicher unten angekommen

 
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