1934 - 1945

Das Jahr 1934 brachte für die Feuerwehr Belm große Veränderungen mit sich.

Wilhelm Sielschott übergab, aufgrund der Überschreitung des 70. Lebensjahres, die Führung der Feuerwehr Belm

an den Schmiedemeister Theodor Stahmeyer. Vorher hatte er jedoch noch für die Motorisierung der Feuerwehr Belm gesorgt.

Es handelte sich bei diesem Fahrzeug um einen gebrauchten OPEL-Lastwagen.

Im gleichen Jahr bekam die Freiwillige Feuerwehr Belm auch neue Helme in Form von Stahlhelmen.

Somit Stand der, damals 21 Mitglieder zählenden, Feuerwehr Belm nun modernste Technik und Ausrüstung zur Verfügung.

Darüber hinaus wurde hinter dem Spritzenhaus an der Lindenstraße ein Schlauchtrockenturm gebaut.

In der Zeit des 2. Weltkrieges wurden die Feuerwehren, bedingt durch die zunehmenden Luftangriffe, vor immer größer

werdenden Aufgaben gestellt. Auch die Freiwillige Feuerwehr Belm wurde immer wieder zu zahlreichen Einsätzen, während und

vor allem nach den Luftangriffen, durch die Stadt Osnabrück, den Landkreis Osnabrück und natürlich auch durch die Samtgemeinde Belm angefordert.

Unabhängig von den kriegsbedingten Einsätzen mussten aber auch alle anderen Einsätze wie Brände und Hilfeleistungen

in der bisher üblichen Form gemeistert werden. Um die Schlagkraft der Belmer Wehr zu erhöhen, wurde Mitte 1942, von der

Samtgemeinde Belm, ein Mannschafts- und Gerätewagen LF 8, sowie weitere Ausrüstungsgegenstände angeschafft.

Ende 1943 bzw. Anfang 1944 nahmen die Luftangriffe auf Osnabrück und Umgebung in gewaltigem Maße zu.

Da aber immer weniger Männer zum Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung standen, wurden jetzt auch

Frauen und Mädchen im Feuerlöschdienst ausgebildet. Ab dem Jahr 1944 bis zum Kriegsende 1945 wurden 9 junge Frauen

als Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr Belm eingesetzt. Zum letzten schweren Bombenangriff auf Osnabrück

und Umgebung, durch die alliierten Streitkräfte, kam es am Palmsonntag den 25. März 1945. Bei diesem Luftangriff

wurden mehr als 17 Personen getötet und 240 Personen verletzt. Auch die Feuerwehr Belm wurde wiedereinmal

von der Feuerwehr Osnabrück um Unterstützung gebeten. Große Schuttberge in den Straßen von Osnabrück

machten ein durchkommen der Feuerwehren zu den Einsatzorten unmöglich und so konnte sich eine

große Feuerwalze entwickeln. Gegenüber dieser gewaltigen Feuersbrunst alle eingesetzten Kräfte machtlos waren.

Noch Tage später suchte man in den Trümmern der Gebäude nach vermissten Personen.

 
GraphikBureau

© 2002-2015 Freiwillige Feuerwehr Belm

Seitenaufrufe : 2088256
Follow us on Twitter