1946 - 1957

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges veränderte sich auch das Bild der Freiwilligen Feuerwehr Belm.

Die großen Anstrengungen nach Luftangriffen waren überflüssig geworden. Damit zogen sich auch die Frauen

aus der Freiwilligen Feuerwehr Belm zurück. Nach und nach kamen die früheren Feuerwehrmänner aus Lazaretten und

Kriegsgefangenschaften zurück. Viele jungen Männer die während der Kriegsjahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Belm

 getan hatten, blieben ihr auch nach den Kriegsjahren treu.

Der Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Belm, Theodor Stahmeyer, dem nach dem Krieg von der Besatzungsmacht

auch das Amt des Bürgermeisters übertragen worden war, baute mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die

Freiwillige Feuerwehr in Belm neu auf. Die Fahrzeuge und Ausrüstung waren durch die vielen Kriegseinsätze stark in Mitleidenschaft

gezogen worden. Des weiteren war Treibstoff nur in geringen Maße vorhanden. Selbst die Beschlagnahmung

des Löschgruppenfahrzeuges, der auf dem Fahrzeug verlasteten Ausrüstung und der Motorspritze durch eine britische Militäreinheit

musste durch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Belm gemeistert werden. Die Feuerwehr Belm verfügte zu diesem Zeitpunkt

nur noch über 2 Motorspritzen, 1 Kraftwagen Mercedes Benz, jedoch ohne Batterie, sowie über 23 B- und 32 C-Schläuche.

Dienstabende wurden auch wieder Regelmäßig am Montag Abend abgehalten.

Das von den britischen Streitkräften beschlagnahmte Fahrzeug wurde 1951 in Wielsen, Kreis Nienburg, stark beschädigt abgestellt.

Es wurde dort von einer Firma generalüberholt, die das Fahrzeug für 2300,00 Reichsmark der Freiwillige Feuerwehr Belm überlassen wollte.

Doch man entschied sich anders. Die Freiwillige Feuerwehr Belm beschaffte ein anderes gebrauchtes Löschgruppenfahrzeug.

Auch Einsätze ließen nicht auf sich warten, so dass am 28 Oktober 1947 die Feuerwehr zu einem Großbrand alarmiert wurde.

Auf dem Werksgelände einer Fabrik brannte das dort gelagerte leicht brennbare Material zur Herstellung von Kohleanzündern.

Die Freiwillige Feuerwehr Belm konnte ein Übergreifen des Feuers auf das daneben liegende Wohn- und Bürogebäude verhindern.

Am 05. Mai 1949 kam es zu einem weiterem Großbrand auf dem Hof des Bauern Klemann in Haltern. Hier konnten die

Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr nach stundenlanger Arbeit den Brand löschen.

Im Jahr 1953 wurde eine Ersatzbeschaffung für das im Jahr 1949 gebraucht gekaufte Löschgruppenfahrzeug LF 8 vorgenommen.

Am 06. Juni 1953 wurde das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8 auf dem Schulplatz der Belmer Schule offiziell übergeben.

Durch den Tod des Brandmeisters Theodor Stahmeyer am 28. Mai 1954 wurde die Neubesetzung dieses Postens erforderlich.

Auf einer Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Belm am 10. August 1954 wurde Helmut Niegengerd mit großer Mehrheit zum

Brandmeister der Feuerwehr Belm gewählt.. Unter seiner Führung wurde bereits im Jahr 1956 ein Tanklöschfahrzeug TLF 16 bestellt,

welches am 23. Februar 1957 der Belmer Feuerwehr übergeben wurde.

Nach mehreren Bränden wurde unter seiner Führung die Feuerwehr Belm am 20. und 21. Oktober 1957 zu einem Dammbruch

eines Schlammteiches am Piesberg innerhalb der Gemeinde Pye gerufen. Tausende von Kubikmeter Schlamm hatten sich

nach dem Dammbruch in eine darunter liegende Siedlung gewälzt und zahlreiche Häuser beschädigt.

Eine Frau kam dabei ums Leben. Zusammen mit anderen Feuerwehren sowie Einheiten des britischen Militärs und des

Technischen Hilfswerkes wurde ein möglicher zweiter Dammbruch verhindert und Wohnhäuser der Siedlung wieder begehbar gemacht.  

 
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