1958 - 1968

Im Jahre 1958 wurde die Freiwillige Feuerwehr Belm nur zu zwei Einsätzen gerufen.

Bei Kanalisationsarbeiten am Gustav-Meyer-Weg wurden zwei Arbeiter verschüttet. Ein Arbeiter konnte lebend gerettet werden,

sein Kollege konnte erst nach mehreren Stunden von den Feuerwehrmännern Tod geborgen werden.
1959 waren bereits 19 Einsätze für unsere Feuerwehr zu verzeichnen. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Wald-, Flächen- und

Böschungsbrände, da eine starke Trockenheit herrschte. In den darauffolgenden Jahren kam es zu keinerlei größeren Einsätzen.

Im September 1962 waren für die Belmer Feuerwehr zwei wichtige Termine: Am Gustav-Meyer-Weg wurde dem

Belmer Gemeindebrandmeister Helmut Niegengerd von dem Samtgemeindebürgermeister Fritz Helmich der Schlüssel für das

neue Feuerwehrhaus übergeben. Ein Zweckbau ausgestattet mit zwei Garagen für die Feuerlöschfahrzeuge, einem Unterrichtsraum

und Unterstellräume für Ausrüstung und Ausbildung. Erstmalig konnten zwei Feuerwehrmänner mit ihren Familien in zwei Wohnungen

des Feuerwehrhauses einziehen. Kreisbrandmeister Schowe bezeichnete das Feuerwehrhaus als ein „Baudenkmal“ der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

Bei zum Teil strenger Kälte im Jahre 1963 wurde die Feuerwehr insgesamt zu acht Bränden gerufen. Viele Klein- und Mittelbrände

brachte das Jahr 1964. Als Neuanschaffungen sind das erste Funkgerät der Freiwilligen Feuerwehr Belm, bestimmt für das

Tanklöschfahrzeug, und zwei Alarmmeldeempfänger zu verzeichnen. Im Jahr 1965 wurde auch das LF8 mit einem Funkgerät ausgerüstet.

Außerdem wurden drei weitere Alarmmeldeempfänger angeschafft. Bei einem Wohnungsbrand 1966 im Interbaugebiet,

am Breslauer Ring, kam ein Kleinkind durch Rauchvergiftung ums Leben. Ein weiteres Kind konnte durch den Feuerwehrmann Alfred Gartmann

 aus dem verqualmten Gebäude gerettet werden. Für diesen selbstlosen Einsatz wurde er von dem Bezirksbrandmeister Warning

mit dem Feuerwehrehrenkreuz ausgezeichnet. Auf der Jahreshauptversammlung am 14.01.1967 wurde Gemeindebrandmeister

Helmut Niegengerd wiedergewählt. Der stellv. Gemeindebrandmeister Hans Liphardt verzichtete aus Altersgründe auf eine Wiederwahl.

Als neuer stellv. Gemeindebrandmeister wurde Friedel Sundermann einstimmig gewählt. Durch die Anschaffung eines gebrauchten

VW-Bullis als Mannschaftstransportfahrzeug wurde der Fuhrpark der Belmer Feuerwehr verstärkt. Gemeindebrandmeister Helmut Niegengerd

wurde im August 1967 zum neuen Kreisbrandmeister vereidigt, er wurde einstimmig als Nachfolger von Heinrich Schowe gewählt.

Daraufhin musste für Helmut Niegengerd auf der Jahrehauptversammlung im Januar 1968 ein neuer Gemeindebrandmeister gewählt werden.

Friedel Sundermann wurde einstimmig zur neuen Führungskraft der Feuerwehr Belm gewählt. Er übernahm dieses Amt kommissarisch

und wurde im Juni 1968 nach dem Besuch der erforderlichen Lehrgänge zum Gemeindebrandmeister ernannt. Zu seinem Stellvertreter wurde

Alfred Gartmann ebenfalls einstimmig gewählt.

Am 03.12.1968 gründeten die Gemeinden Belm/Powe, Gretesch, Lüstringen, Haltern, Darum und Vehrte einen Feuerlöschverband. 
 

 
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