Feuerwehr setzt Storchennest auf Schornstein der Belmer Mühle
Montag, 17. August 2009 um 10:53 Uhr

Storchennest auf der Belmer MuehleAm 15. August, so sagt man, machen sich die Jungstörche auf den Weg gen Süden. Wenn sie kurz vor ihrem Abflug aus dem Osnabrücker Land noch die Augen offen gehalten haben, dürften sie das neue Storchennest auf dem frisch renovierten Schornstein der Belmer Mühle noch entdeckt und fürs nächste Jahr gemerkt haben.

Am Donnerstagabend versammelten sich dort viele fleißige Helfer aus Belmer Vereinen, Unternehmen und auch die Freiwillige Feuerwehr, um das in Handarbeit gezimmerte Storchenzuhause auf seinen neuen Platz zu heben.

Vor einem halben Jahr fiel während der Jahreshauptversammlung des Mühlenvereins der Entschluss, den erneuerten Schornstein zum Zuhause für Meister Adebar zu machen. „Früher, als ich 1965 nach Belm kam, war da schon mal ein Wagenrad drauf“, erinnert sich Joachim Bente aus dem Vereinsvorstand der Belmer Mühle. Warum sollte die Fläche jetzt also nicht erneut Vögeln einen Platz zum Brüten ihres Nachwuchses geben?

Anlass für diese Überlegungen gab der Vorschlag von Werner Wiechmann vom Belmer Heimat- und Wanderverein. Er hatte noch ein altes ausrangiertes Wagenrad, das ihm ein bekannter Bauer vor der Entsorgung geschenkt hatte. Auf dem höher gezogenen Turm an der Lindenstraße sollte es nun neue Dienste leisten. „Es werden hier ja immer wieder Störche gesichtet“, erzählt Wiechmann. Das bestätigt Hubert Uhlemann von der Verwaltungsleitung der Belmer Integrationswerkstatt. Er hat im Juni einen Storch auf dem Dach des Gebäudes fotografiert. Einige naturinteressierte Bürger sind sich sogar sicher, dass sich ein bestimmter Jungstorch in diesem Jahr in Belmer Lüften aufgehalten hatte.

In seiner Werkstatt hat die von Holz Lüke gespendete Eichenholzplatte maßgeblich die Funktion einer Storchennestgrundlage angenommen: Zusammen mit Friedel Hofmeyer vom Heimat- und Wanderverein zimmerte Fritz Haunhorst hier in nur fünf Tagen das Grundgerüst zusammen. Für die Anfertigung der Metallhalterung erklärte sich die Firma Claus Meyer aus Belm bereit, während Georg Krumme von der Belmer Integrationswerkstatt ein stabiles Weidengeflecht für die Umrandung des Nestes lieferte.

Bevor die Freiwillige Feuerwehr und Zimmerer Jonas Warnecke das fertige Storchenheim auf den Turm hievten, kam schon eine dicke Schicht Reisig auf die runde Fläche, die die Störche im nächsten Jahr hoffentlich weiter auffüllen werden. Um den Lockreiz für die Vögel dann noch zu verstärken, würde auch noch etwas Pferdemist auf den Reisig gegeben, erklärt Joachim Bente. Ja, ja, nicht vorher – schließlich lockt dieser Duft tatsächlich nicht viele andere Lebewesen als Störche in die Nähe des Nests.

Storchennest auf der Belmer Muehle 2

Text: Neue Osnabrücker Zeitung

Bild: Feuerwehr Belm

 
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