Fliegerbombe in Belm erfolgreich entschärft
Mittwoch, 05. März 2014 um 14:54 Uhr

fundort 2014-03-05 18-54-46Schnelleinsatz für Kampfmittelbeseitigung und rund 100 Einsatzkräfte

Keine zwei Wochen nach der Sprengung einer Weltkriegsbombe auf der Trasse der künftigen Ortsumgehung Belm auf dem Schinkelberg musste der Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen, Thomas Krause, heute noch einmal in Belm aktiv werden. Durch Zufall wurde heute im Naherholungsgebiet „Steinernes Meer“ auf dem Gattberg an der Landesstraße L 87 zwischen Belm und dem Ortsteil Icker wieder eine 250 Kilogramm schwere englische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Da die Bombe dieses mal nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche lag, wurden über die Belmer Gemeindeverwaltung sofort alle erforderlichen Maßnahmen für eine unverzügliche Evakuierung und Bombenentschärfung eingeleitet. „Wir rechnen sicherlich damit, dass wir im Zuge der Bauarbeiten für die Ortsumgehung und der notwendigen Kampfmittelsondierung der Trasse irgendwann auf weitere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg stoßen, dass wir aber so schnell, und vor allem an einem so unerwarteten Ort wieder zu einer Bombenentschärfung kommen, hat uns doch überrascht“, sagt Rainer Kuhlmann vom Belmer Ordnungsamt.
Während Sprengmeister Thomas Krause am Nachmittag mit seinem Team den Fund am Gattberg in Augenschein nahm, versammelten sich am Belmer Feuerwehrhaus rund 100 alarmierte Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK und Technischem Hilfswerk.
Anders als noch vor zwei Wochen, wo 6000 Menschen evakuiert werden mussten, waren jetzt nur zwölf landwirtschaftliche Hofstellen mit etwa 50 Bürgerinnen und Bürgern von der spontanen Evakuierung betroffen. Der Sicherheitsradius von 1000 Metern um den Fundort der Bombe berührte nicht die Ortslagen von Belm und Icker, auch der Zugverkehr auf der Bahnlinie Osnabrück-Bremen war nicht betroffen. Da das Waldgebiet oft und gerne auch von Spaziergängern genutzt wird, überwachte ein Hubschrauber der Polizei mit Wärmebildgerät das „Steinerne Meer“. Ein Evakuierungszentrum wurde kurzfristig im Sitzungssaal des Belmer Rathauses eingerichtet.
Um kurz nach 17 Uhr war der äußere Evakuierungsring, sprich die Zufahrtsstraßen in das Gebiet einschließlich der L 87, geschlossen. Etwa 90 Minuten dauerte es anschließend noch, bis die Polizei „Sicherheit“ für den Bereich meldete und Sprengmeister Krause mit der Entschärfung beginnen konnte. Das Technische Hilfswerk hatte zwischenzeitlich den Ort der Bombenentschärfung im Wald mit Scheinwerfermasten taghell erleuchtet.
Aufatmen dann gegen 18:50 Uhr: „Die Bombe ist entschärft, die Evakuierung ist aufgehoben und die Bewohner können in ihre Häuser zurückkehren“, wurde aus dem Einsatzleitwagen am Belmer Feuerwehrhaus gemeldet.
Bürgermeister Viktor Hermeler gratulierte Thomas Krause nach Verladen der Bombe auf den Transport-Lkw des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zu seiner hervorragenden Arbeit. Ein besonderes Lob sprach er insbesondere auch den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern aus. „Es ist toll, wie professionell und in sehr kurzer Zeit mit überwiegend ehrenamtlichen Helfern der Hilfs- und Rettungsdienste eine sehr gut funktionierende Einsatzorganisation auf die Beine gestellt werden kann“, dankte Hermeler den Männern und Frauen von DRK, THW und Feuerwehr. Nach Einsatzende konnten sich alle mit Bockwurst und heißem Kaffee am DRK-Verpflegungswagen am Feuerwehrhaus stärken. „Hoffen wir, dass die nächste Entschärfung noch etwas auf sich warten lässt“, sagte Hermeler mit einem erleichterten Augenzwinkern.

(Quelle Text: Dirk Meyer (Gemeinde Belm))

(Quelle Bild: Hubert Dutschek)

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