Neues Fahrzeug für Belmer Feuerwehr: Technik, die begeistert
Freitag, 07. Dezember 2012 um 22:40 Uhr

Belm. Früher als ursprünglich geplant gehört es nun zum Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Belm, das neue

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) .


Laut Beschaffungsplan hätte eigentlich ein anderes, günstigeres Feuerwehrfahrzeug zuerst gekauft werden müssen. Doch der Zustand des inzwischen ausgemusterten Löschfahrzeugs LF 16/12 machte einen früheren Wechsel nötig. Nach 23 Jahren in Belm kommt der bisherige Löschwagen künftig in Belms polnischer Partnergemeinde Kolno zum Einsatz.

Sein Nachfolger wurde bei der Firma Schlingmann in Dissen gefertigt und am Freitagabend offiziell übergeben. Mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug – oder wie es Bürgermeister Bernhard Wellmann in Anlehnung an eine Radiocomedy umschrieb – dem „roten, praktischen Fahrzeug mit ö und 34 Buchstaben“, ist die Freiwillige Feuerwehr in Belm noch besser als bisher auf die sich wandelnden Einsatzbedingungen eingestellt. Denn seit Jahren steigt nicht nur die Anzahl der Hilfseinsätze, während die der Brandeinsätze sinkt. Auch die Anzahl der Feuerwehrleute, die vormittags einsatzbereit sind, sinkt.

Zwar hat die Freiwillige Feuerwehr Belm im Gegensatz zu anderen Wehren bisher keine Nachwuchssorgen. Doch auch zu lange Anfahrtswege vom Arbeitsplatz bis zur Wache haben eine geringere Einsatzstärke zu bestimmten Tageszeiten zur Folge. Deshalb ist das neue Fahrzeug so ausgelegt, dass es mit einer kleinen Besetzung von fünf Leuten voll einsatzfähig ist.

Denn der Maschinist kann Arbeiten alleine erledigen, für die früher bis zu vier Kollegen nötig waren: beispielsweise den Notstrom und die Beleuchtung starten oder die Wasserversorgung vom Hydranten zum Fahrzeug in Betrieb nehmen. Außerdem ermöglichen jetzt zwei Schlauchtrommeln, dass jeweils nur noch eine Person notwendig ist, um gleich sieben Schläuche zu verlegen oder einen Unfallort abzusichern.

Mit dieser Technik trägt die Feuerwehr auch der Tatsache Rechnung, dass die Hilfseinsätze bei Verkehrsunfällen steigen. „Und diese werden mit dem Ausbau der B51 bei uns bestimmt weiter zunehmen“, meinte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Oliver Weiland. Deshalb verfügt das neue HLF 20/16 unter anderem über eine Seilwinde und starke Spreizer. Damit können Verletzte besser aus Fahrzeugen geborgen werden als bisher. Die ersten Einsätze bestätigen, dass die Neuausrichtung in Sachen Ausstattung richtig war: Alle vier waren Hilfs- und keine Brandeinsätze, bei denen die neue Technik direkt benötigt wurde. „Der neue Lichtmast zum Beispiel läuft auch bei langsamer Fahrt. So konnten wir bei einer Personensuche nachts die Felder ausleuchten“, berichtete Weiland begeistert.

Quellennachweis:

Text: Neue Osnabrücker Zeitung

Foto: Pentermann


 
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